Russlands Krieg gegen die Ukraine

- Detailseite: Kampfhandlungen -

Hier werden einzelne Ereignisse in einzelnen Regionen und Städten dokumentiert. Grundsätzliche Ereignisse finden sich auf der Konflikthauptseite.

Karte der Ukraine

Grafik von: Lencer, CC BY-SA 3.0 <https://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0>, via Wikimedia Commons

Verlauf

Datum Ereignis Zusätzliche Informationen und Links
2022-02-24 Gegen fünf Uhr begann der Krieg. Russisches Militär griff mit Marschflugkörpern und Bombern militärische Ziele in der Ukraine an. Russische Bodentruppen sollen vom Nordosten, von Belarus und von der Krim aus in die Ukraine eingedrungen sein - Richtung Charkiw und Kiew.
2022-02-25 Der russische Vormarsch wurde auch in der Nacht fortgesetzt. Russland griff nordöstlich und östlich von Kiew an. Der Flugplatz Hostomel nordwestlich von Kiew wurde von den Russen eingenommen und die Stadt vom Westen her blockiert. Gefechte im nördlichen Stadtteil Obolonsky.
Die kiewer Bevölkerung verbrachte die Nacht zum Teil in U-Bahn-Schächten.

2022-03-02 Luftangriff auf Charkiw (zweitgrößte Stadt der Ukraine); auch ein Wohngebäude wurde getroffen.
Bombardement des Fernsehturms von Kiew.
Vor Kiew steht ein Militärkonvoi, ca. 60 Kilometer lang.
2022-03-03 Stark umkämpft waren Cherson und Charkiw. Die Einnahme der Städte wurde von Russland gemeldet, aber von der Ukraine zurückgewiesen.

2022-03-04 In der Nacht wurde das ukrainische Atomkraftwerk Saporischschja am Ostufer des Dnipro beschossen. Radioaktivität trat nicht aus. Ein Brand -  in einem Verwaltungsgebäude -  wurde im Lauf des Tages gelöscht.
2022-03-05 Kämpfe in der Stadt Tschernihiw. Nach Angaben der Ukraine 33 Tote. Auch in Charkiw wurden Wohngebiete bombardiert.
  Die geplanten Angriffe und die Einnahmen der ukrainischen Städte sind gescheitert. Weiterhin umkämpft sind Charkiw, Sumy, Tschernihiw, Mariupol. Nur Cherson scheint besetzt zu sein.
2022-03-07 In Mariupol sitzen rund 400.000 Menschen ohne Strom und Wasser fest. Eine zugesicherte Feuerpause mit Fluchtmöglichkeiten wurde nicht eingehalten.
2022-03-09 Evakuierung von Einwohnern aus Sumy, nachdem in der Nacht mindetens 21 Menschen, darunter zwei Kinder gestorben sind.
Fluchtkorridore für Mariupol und Wolnowacha scheiterten durch Beschuss russischer Streitkräfte. 200.000 Menschen warten auf Fluchtmöglichkeiten. Das Internationale Rote Kreuz bezeichnet die Lage als katastrophal.
2022-03-09 Nach Beschuss des Atomkraftwerkes Tschernobyl wurden Stromleitungen zerstört; seitdem ist es vom Netz.
Die Evakuierungen von Irpin (nördlich von Kiew) und Sumy gehen voran, während sie in Mariupol nicht funktionieren. Bei einem russischen Angriff auf eine Geburtsklinik wurden 17 Menschen (Schwangere und Mitarbeiter) verletzt.
2022-03-11, 12 Mariupol: Angriffe auf Wohngebiete. Mangel an Nahrung, Trinkwasser und Energie. 300.000 Menschen sitzen fest.
2022-03-13 Raketenangriff auf einen Truppenübungsplatz bei Jaworiw in der Nähe der Stadt Lwiw (Lemberg): 35 Tote, 134 Verletzte (nach ukrainischen Angaben. Das russische Verteidigungsministerium verlautbarte, es seien "bis zu 180 ausländische Söldner und ein großes Versteck ausländischer Waffen eliminiert worden." Es sollen britische Mobiltelefone geortet worden sein.
Kämpfe rund um Kiew, z. B. in Irpin. Tot eines  US-Journalisten.
2022-03-16 Bombardemond eines Theaters in Mariupol, in dessen Luftschutzkeller mehr als 1000 Menschen Schtz gefunden hatten. Tags drauf wurden aus dem Theater 130 Menschen gerettet.
2022-03-18 Ein Flugzeug-Reparaturwerk am Flughafen von Lwiw wurde durch Raketenbeschuss zerstört.
In Lwiw haben sich rund 200.000 Kriegsflüchtlinge in Sicherheit gebracht.
2022-04-09 Raketenangriff auf Flüchtlinge am Bahnhof von Kramatorsk: Dutzende Tote. Russland bestritt den Angriff.
2022-04-18 Russland begann mit einer militärischen Offensive im Osten der Ukraine. Ziel ist es, den Süden und den Südosten der Ukraine, vor allem den Donbass, einzunehmen.
Kreminna ist von russischen Trupen besetzt; es gibt Straßenkämpfe, eine Evakuierung ist nicht mehr möglich.
In Mariupol ist die Lage weiterhin dramatisch. Noch etwa 100.000 Menschen sollen sich in der zerstörten Stadt aufhalten. Hunderte Kämpfer und auch viele Zivilisten halten sich in dem Stahlwerk Asowstal, zum Teil unterirdisch, auf. Die russische Armee hat den Auftrag, das Stahlwerk abzuriegeln.
Raketenangriff auf Lwiw: mindestens 6 Tote und elf Verwundete.
2022-04-30 Nach einem Besuch des UN-Generalsekretärs Antonio Guterres, zuerst bei Putin in Moskau, dann in Kiew, kam es zu russischen Raketenangriffen auf Kiew. Dabei wurde ein 25-stöckiges Wohngebäude teilweise zerstört.
2022-05-02 Im Mariupol begannen Evakuierungseinsätze, um die Menschen aus dem eingeschlossenen Stahlwerk Asowstal herauszuholen. Auch aus anderen Kampfgebieten wurden mehrere Dutzend Zivilisten evakuiert.
2022-05-03 Russland startete den Sturm von Bodentruppen und Panzern auf das Stahlwerk Asowstal. Der stellvertretende Kommandeur des Asow-Regimentes, Swjatoslaw Palamar, sagte: "Wir werden alles tun, um diesen Angriff abzuwehren."
2022-05-18 In Mariupol wurden aus dem Stahlwerk mehr als 260 ukrainische Soldaten herausgeholt und in russisch kontrolliertes Gebiet gebracht.
2022-05-30 Der russische Beschuss im Donbass hat sich stark gesteigert. Das Verwaltungsgebiet Luhansk ist zu 95 Prozent besetzt; der Beschuss der Großstadt Sjewjerodonezk dauert an.
Das ukrainische Militär versucht, die Frontlinien im Gebiete Cherson zu befestigen
2022-06-02 Die Stadt Sjewjerodonezk soll zur Hälfte von den russischen Streitkräften erobert worden sein, aber die ukrainische Armee leistete weiterhin Widerstand.
2022-06-10 Russische Streitkräfte haben den Flughafen von Dnipro und eine Panzerfabrik im Raum Charkiw angegriffen (Quelle: russisches Verteidigungsministerium).
2022-06-12 Sjewjerodonezk: das Chemiewerk Azot ist heiß umkämpft; die ukrainische Armee hält die Stellung. Rund 800 Zivilisten suchten Schutz in Bunkern unter der Anlage. Die Stadt selbst ist seit rund zwei Monaten ohne Strom und Wasserversorgung.
2022-06-19 Raketenangriffe auf Kiew; die ukrainische Luftabwehr schoss die Raketen ab.
2022-06-25 Das ukrainische Militär hat den Rückzug aus der Stadt Sjewjerodonezk in der Provinz Luhansk beschlossen, so dass nun die ganze Provinz von russischen und prorussischen Kämpfern kontrolliert wird. Bis zu 90 Prozent der Häuser in der Stadt sind zerstört.
2022-06-28 Raketenangriff auf ein Einkaufszentrum in Krementschuk
2022-06-29 Raketenangriff (10 Raketen) auf zivile Ziele der Stadt Mikolajiw (Aussage des Staatspräsidenten Selenskyi).
Gefangenenaustausch zwischen Russland und der Ukraine (jeweils 144 Personen).
2022-07-01
Russland zog sich von der Schlangeninsel im Schwarzen Meer zurück.
2022-07-01

Raketenangriff auf ein Mehrfamilienhaus und ein Erholungszentrum nahe Bilhorod-Dnistrowskyj in der Region Odessa. 20 Tote.
2022-07-04

Nach russischen Angaben wurde die Großstadt Lyssytschansk eingenommen.
In den von Russland eroberten Städten in der Ostukraine leben deutlich weniger Menschen als vor dem Krieg: in Lyssytschansk etwa 10.000 von einst mehr als 100.000, in Sjewjerodonezk noch etwa 8.000. Laut Aussagen des Militärgouverneurs der Region Luhansk, Serhij Jajdaj, ist die Infrastruktur zu 90 Prozent beschädigt, etwa 60 Prozent der Wohnhäuser sind zerstört.
2022-07-25 Russische Raketenangriffe auf militärische Infrastrukturen im Hafen von Odessa: nach russischen Angriffen wurde ein Kriegsschiff getroffen.
2022-08-03 Kämpfe um die Stadt Bachmut (im Gebiet Donezk), auch in Soledars
2022-07-29 Russischer Angriff auf ein Kriegsgefangenenlager in der Ostukraine (Oleniwka): 50 Tote und mehr als 70 Verletzte. Russland verlautbarte, dass die Ukraine selbst für den Angriff verantwortlich gewesen sei.
2022-08-11 Explosionen auf der Schwarzmeerinsel Krim (auf einem russischen Militärstützpunkt). Während das ukrainische Militär die Rückeroberung der Krim ankündigte, versprach Russland, die Militärpräsenz auf der Krim auszubauen.
2022-08-22 Ukrainische Artillerie beschoss das von Russland besetzte Atomkraftwerk Saporischschja. Das Kraftwerk wurde vom ukrainischen Stromnetz getrennt; wird selbst aber vom benachbarten Wärmekraftwerk mit Strom versorgt.
2022-08-26 Atomkraftwerk Saporischschja: Nach einer Notabschaltung läuft einer der sechs Reaktorblöcke wieder.
2022-08-30 Atomkraftwerk Saporischschja: Experten der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) reisten zur Sicherheitskontrolle an. Die Utersuchungen wurden von den Kraftwerksbetreibern gut unterstützt.  In dieser Zeit kam es auch zu einen nächtlichen Granatenbeschuss, der Reaktorblock 5 wurde abgeschaltet.
Großoffensive der ukrainischen Streikräfte in der Südukraine (Cherson und Mykolajiw).
2022-09-05 Atomkraftwerk Saporischschja: Abschaltung der Hauptstromleitung. Stromversorgung nur noch über eine Reserveleitung. Da ein Feuer die Stromleitung beschädigt hatte, wurde auch der letzte noch arbeitende Reaktor abgeschaltet.
2022-09-12 Die Offensive in der Südukraine zeigte Erfolge: im Gebiet von Charkiv verzeichneten die ukrainischen Streitkräfte große Gebietsrückeroberungen (mehr als 3000 Quadratkilometer), Isjum und Kupjansk sollen wieder unter ukrainischer Kontrolle stehen.
Russische Truppen zogen sich zurück; dies bestätigten auch russische Blogger  - das Militär sprach jedoch nur von "Umgruppierungen".
Das Atomkraftwerk Saporischschja wurde vollständig heruntergefahren.
2022-09-17 In Isjum wurden sehr viele Einzelgräber gefunden - es wird von 440 Leichenfunden berichtet. Vermutlich stammen die Toten aus der Zeit der Eroberung im März 2022. Einige Tote wiesen Folterspuren auf.
zuletzt aktualisiert: Auch in den Regionen Kiew, Tschernihiw, Charkiw und Sumy wurden Tote mit Schusswunden in den Köpfen und aufgeschlitzten Kehlen gefunden. Die Opfer sind zwischen 4 und 82 Jahren alt. Es soll auch Folter von nach Rusland verbrachten Menschen gegeben haben.
2022-09-20 Das Atomkraftwerk Piwdennoukrainsk (100 Kilometer nordwestlich von Mykolajiw, 300 Kilometer südlich von Kiew) wurde nach ukrainischen Aussagen von russischen Truppen beschlossen; drei Hochspannungsleitungen und ein Wasserkraftwerk wurden beschädigt.

2022-09-21
Russland hat seine U-Boote der Kilo-Klasse wegen der Gefahr ukrainischer Angriffe von Sewastopol (Krim) nach Noworossijsk (Südrussland) verlegt.


Quellen:

Haller Tagblatt, überregionale Seiten der SüdwestPresse Ulm: 

2022-02-17, -02-19, -02-22, -02-25, -02-26, -02-28
2022-03-01, -
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ntv gelesen am: 2022-02-24, -03-20, 06-30, -07-04

tagesschau.de: gelesen am 2022-03-07

ZDF heute: gelesen am 2022-02-28, 2022-03-04, -03-05, -05-30, -06-01, -06-02, -06-10, -06-12, -06-20, -07-25



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Stand: 22-09-28
Autor: J. Gierich
Datei: ukraine/russl-ukra_d1.html

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