Islamistisch-
fundamentalistischer
Konflikt in Tadschikistan

 

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Beginn:

Februar 1990


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Ursachen:


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Konfliktparteien und ihre Ziele:


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Verlauf:

Mai 1990 Unruhen in Duschanbe
25. August 1990 Souveränitätserklärung
9. September 1991 Unabhängigkeitserklärung
Herbst 1991 Politische Machtkämpfe um das Amt des Präsidenten
23. September 1991 Rahmon Nabijew wird neuer Parlamentspräsident
24. November 1991 Umstrittene Präsidentenwahl; Nabijew behauptet sich angeblich mit 58 %
April 1992 Massendemonstrationen in Duschanbe
11. April 1992 Das Gebiet Berg-Badachschan erklärt seine Autonomie
11. Mai 1992 Bildung einer "Regierung der nationalen Versöhnung"
Sommer 1992 Bildung einer kommunistischen Volksfront in Kuljab gegen die "Regierung der nationalen Versöhnung"
28. August 1992 Nabijew beschließt mit dem Oberbefehlshaber die Stationierung einer GUS- Friedenstruppe
Sommer 1992 Beginn der bewaffneten Auseinandersetzungen in Kurgan-tjube zwischen Anhängern des Regimes und der sog. "islamisch-demokratischen" Opposition
7. September 1992 Präsident Nabijew wird abgesetzt
11. Oktober 1992 Die GUS stimmt der Stationierung einer GUS-Friedenstruppe zu
Oktober 1992 Usbekistan schließt seine Grenze zu Tadschikistan, um die Einwanderung der islamischen Extremisten zu verhindern.
24. Oktober 1992 Anhänger der abgesetzten Präsidenten Nabijew besetzen den Präsidentenpalast
Ende Oktober1992: Schwere Kämpfe in Duschanbe
November 1992 Das linkskonservatives Parlament wählt unter Abwesenheit der Opposition einen neuen Präsidenten, Emomali Rachmonow, und eine neue Regierung
25. November 1992 Waffenstillstand zwischen den beiden Hauptkontrahenten
27. November 1992 Das Parlament beschließt die Abschaffung des Präsidialsystems und unterzeichnete einen GUS-Vertrag über kollektive Sicherheit
November 1992 Kasachstan, Kirgisistan und Usbekistan werden aufgefordert, Friedenstruppen nach Tadschikistan zu entsenden
10. Dezember 1992 Die kommunistische Volksfront erobert Duschanbe
bis März 1993 Die Regierung bringt weite Teile des Landes unter ihre Kontrolle; die bewaffnete Opposition wird verfolgt
März 1993 Die Führer der Oppositionsgruppen fliehen nach Afghanistan; dort entsteht eine Exilregierung unter Said Abdullo Nuri
25. April 1993 Duschanbe unterzeichnet einen Freundschaftsvertrag mit Rußland
Juli 1993 Gefechte zwischen tadschikischen Regierungstruppen, die von russischen Einheiten unterstützt werden, und afghanischen Mudschaheddin
August 1993 Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan und Usbekistan beschließen die gemeinsamen Truppen an der Grenze zu verstärken
7. August 1993: Nach schweren Kämpfen besetzen Regierungstruppen den strategisch wichtigen Paß zwischen Duschanbe und dem autonomen Gebiet Berg-Badachschan.
April 1994 Erste Verhandlungsrunde zwischen Opposition und Regierung in Moskau; Ziel: Rückführung der Flüchtlinge
Juni 1994 Zweite Verhandlungsrunde zwischen Opposition und Regierung in Teheran; keine Einigung auf einen Waffenstillstand
Juli 1994 Opposition startet eine Offensive in Tawiltdara
August 1994 Aufhebung des Ausnahmezustandes
September 1994 Einigung auf einen Waffenstillstand, Gefangenenaustausch und eine gemeinsame Kommission; Überwachung des Waffenstillstandes durch eine UN-Mission
November 1994 Dritte Verhandlungsrunde zwischen Opposition und Regierung in Islamabad (Pakistan)
6. November 1994 Präsidentschaftswahl; Sieger ist Rachmonow mit angeblich 60 % der Stimmen
Februar 1995 Parlamentswahlen
März 1995 Verlängerung des Waffenstillstandes
April 1995 Gefechte im Osten Tadschikistans
April 1995 Erneuter Waffenstillstand
Anfang Mai 1995 Boris Jelzin fordert die UNO auf, Operationen der russischen Friedenstruppen in Tadschikistan und Georgien offiziell als UNO-Missionen zu deklarieren und entsprechende Hilfsmittel zur Verfügung zu stellen
18. Mai 1995 Treffen von Präsident Rachmonow mit dem Führer der Islamischen Bewegung, Said Abdullo Nuri; in Kabul; die Opposition verlangt eine Übergangsregierung und die Aufstellung einer internationalen Eingreiftruppe zur Trennung der Kriegsparteien
Juni 1995 Vierte Verhandlungsrunde zwischen Opposition und Regierung in Almaty; nur geringe Ergebnisse in puncto Gefangenenaustausch und Rückführung der Flüchtlinge
Dezember 1995 Waffenstillstand
Februar 1996 Friedensverhandlungen
Keine Verlängerung des Waffenstillstandes
23. Dezember 1996 Ende von Verhandlungen zwischen Präsident Rachmonow und Said Abdullo Nuri in Moskau; Unterzeichnung von zwei Vereinbarungen über die Beendigung des Bürgerkrieges


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Folgen und Auswirkungen:

Der Bürgerkrieg wirkt sich national aus, wobei er allerdings durch den Konflikt in Afghanistan noch verstärkt wird.


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Lösungsansätze:


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Quellen:

Götz/Halbach: Politisches Lexikon GUS. München

Stockholm International Peace Research Institute: SIPRI-Report - Die Kriege der Welt - Das sowjetische Erbe - Die Verbreitung der Massenvernichtungswaffen. Göttingen 1993

Bundeszentrale für politische Bildung: Informationen zur politischen Bildung Nr. 249; 4. Quartal 1995.

Aschot Manutscharjan: Unter dem Deckmantel Allahs; Focus Nr.52, 21. Dezember 1996

Deutsche Presse Agentur: Tadschiken um Frieden bemüht; Hohenloher Tagblatt Nr.298, 24. Dezember 1996

Harenberg: Lexikon der Gegenwart Aktuell `92 und `97. Dortmund

Fischer: Weltalmanach `94,`95 und `96.



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Stand: 02-07-16/19-06-16
Aktueller Bearbeiter: J.G.
Ursprungsautorin: Regina Bauer
Frühere Bearbeiter: Paul Glass 1997-07-22
Grafik: "Unsere Erde" Rudas & Karig (Verlag Markt & Technik)
Datei: tadschik/tadschik.htm